Healthcare für Kitaba im Sommer 2018


„Die Idee kam eigentlich ganz unerwartet bei einem lockeren Gespräch auf dem letzten Pfarrfest im August“, erzählte Manuel Heimrich, der zusammen mit fünf weiteren Bernbachern nach Uganda fliegen und dort Hand anlegen möchte. „Einige von uns saßen mit Pfarrer Patrick Kasaija zusammen und kamen auf das Projekt seiner Krankenstation zu sprechen.“ Als dieser erzählte, was noch alles getan werden muss, hieß es schnell, „Das könnten wir doch machen“. Und schnell war nicht nur den jungen Leuten, sondern auch Pfarrer Kasaija klar, dass es kein lockeres Angebot aus einer „Bierlaune“ heraus war oder gar eine „Schnapsidee“, sondern, dass die Gruppe das Projekt „Wasser und Strom für die Krankenstation“ tatsächlich anpacken will. „Als die Jugendlich ein paar Tage nach dem Pfarrfest vor meiner Tür standen und sagten, sie meinen es ernst, war ich total überrascht, natürlich habe ich mich riesig gefreut, dass sie mich aus eigener Initiative unterstützen wollen“, so Pfarrer Kasaija, der seit 2013 Pfarradministrator in Freigericht-Altenmittlau und Bernbach ist. Seit 2011 baut Pfarrer Kasaija eine Krankenstation in seiner Heimat Kitaba in Uganda auf, um die medizinische Versorgung in der ländlichen Gemeinde mit einem weiten Hinterland zu verbessern.

Leider ist es dort immer noch so, dass Menschen an scheinbar „harmlosen“ Krankheiten wie Blinddarm oder Grippe sterben. Auch die Zahl der Kinder- und Müttersterblichkeit ist viel höher als hier bei uns. Seit über drei Jahren wird er dabei von der kfd Bernbach, dem Pfarrgemeinderat und weiteren privaten Spendern unterstützt, so dass der Rohbau mittlerweile steht. Wenn die Krankenstation fertig ist, wird sie wichtiger Anlaufpunkt für die rund 2000 Einwohner von Kitaba sowie der umliegenden Dörfer Kakidamu, Katoga und Kokoba sein. Der Arzt, der Arzthelfer und die Krankenschwester, die später in der Krankenstation arbeiten sollen, werden vor allem die Patienten ambulant behandeln, Erste Hilfe bei Unfällen sicherstellen und die dauerhaft nötige Behandlung bei Infektionskrankheiten wie Malaria oder HIV begleiten. Außerdem werden sie Präventions- und Aufklärungsarbeit über Gesundheitsrisiken leisten. Sechs Betten werden für die Behandlung zur Verfügung stehen.

Ann Christin und Johannes Hacker, Benedikt und Daniel Aul, Manuel Heimrich und Marc Kunzmann, allesamt (ehemalige) Bernbacher Messdiener wollen im Sommer 2018 unter dem Motto „Healthcare für Kitaba“ ihren Jahresurlaub bzw. ihre Semesterferien nutzen, um die komplette Sanitär- und Elektroanlage in der Krankenstation installieren. „Wir waren eine tolle Messdienertruppe und arbeiten seit 2013 gut mit unserem Pfarrer Kasaija zusammen, deshalb ist es uns eine Herzensangelegenheit unseren Pfarrer, der seit 2013 mit Hingabe in unserer Pfarrgemeinde tätig ist, bei seinem Projekt in Kitaba aktiv zu unterstützen“, erklärte Heimrich für die gesamt Gruppe.

Zugute kommt ihnen, dass sie gelernte Elektro- oder Gas-Wasserinstallateure sind und ihr theoretisches Wissen im Studium vertiefen. Seit September treffen sie sich regelmäßig mit Pfarrer Kasaija, studieren Pläne und überlegen, welche Materialien sie brauchen. „Vor Ort müssen wir Wasser- und Abflussleitungen von und zu sämtlichen benötigten Stellen verlegen, wir müssen Duschen, Toiletten, Waschbecken und Durchlauferhitzer installieren“, so Heimrich. „Auch in Sachen Elektroinstallationen erwartet uns viel Arbeit. In den drei Wochen müssen alle Räume verkabelt und mit Steckdosen und Schaltern versehen werden und das ohne jegliche Vorarbeiten, was viel Arbeit für uns bedeutet.“ Nun gilt es, dafür die erforderlichen Mittel zu generieren und mittels Spenden die finanziellen Voraussetzungen für die Reise zu sichern.

Am liebsten würden sie das Material in Deutschland kaufen und nach Uganda schaffen, was natürlich noch einmal einen finanziellen Mehraufwand bedeutet. Ob das zu realisieren ist, ist von der Spendenbereitschaft in den nächsten Monaten abhängig. „Wenn wir das Material in Uganda einkaufen, wissen wir nicht, was wir vor Ort bekommen und ob es unseren Planungen entspricht, allerdings entfielen die Transportkosten“, so Heimrich. „Die größte und schwierigste Herausforderung der Vorbereitungsphase ist für uns die Finanzplanung. Das Projekt wird sehr kostenintensiv und so müssen wir einen Weg finden, wie wir zum einen an die benötigten finanziellen Mittel kommen und zum anderen müssen wir uns genau überlegen, wie wir diese dann auch am sinnvollsten einsetzen“, so Heimrich, der derzeit „Bettelbriefe“ an Firmen schreibt und Flyer gestaltet, um in der Öffentlichkeit für das Projekt zu werben. „Unser größter Gegner ist jedoch die Zeit. Bis zum geplanten Abflug liegen nur noch knapp zehn Monate, das ist nicht viel Zeit. Aber auch vor Ort werden wir uns ranhalten müssen um in drei Wochen fertig zu werden, denn mehr Zeit haben wir nicht.“

„Die wichtigsten Leute an diesem Projekt werden all diejenigen sein, die uns mit Spenden unterstützen, denn ohne diese kann das ganze Projekt nicht realisiert werden“, betont die Gruppe. „Jede Spende und sei sie noch so klein, ist wichtig und hilfreich“, betont Pfarrer Kasaija, der als Verbindungsmann zum Architekten in Uganda tätig ist, Telefonate tätig und bereits im Januar während seines Heimaturlaubs wichtige Vorbereitungen vor Ort treffen wird. Natürlich wird jedem Spender auf Wunsch eine Spendenquittung ausgestellt.

„Unser Ziel ist es natürlich, alle von uns anvisierten Vorhaben fertigstellen zu können und Pfarrer Patrick Kasaija am Ende der Reise eine voll verkabelte und mit Sanitäranlagen versehene Krankenstation zu übergeben“, betont die Gruppe.

Wenn Sie die Jugendlichen und Pfarrer Kasaija unterstützen wollen, dann können Sie ihre Spende überweisen auf das Konto:
VR Bank Main-Kinzig-Büdingen
IBAN: DE26 5066 1639 0304 3035 39
Stichwort „Krankenstation Uganda“

Für weitere Informationen steht Pfarrer Kasaija gerne zur Verfügung (Tel.: 06055-2353).