Firmung


Lass dich vom Heiligen Geist entflammen
Firmspende 2016

Am Sonntag dem 13. November 2016 war es endlich soweit. Weihbischof  Prof. Dr. Karlheinz Diez  spendete 16 Jugendlichen aus Bernbach und  12 Jugendlichen aus Altenmittlau das Sakrament der Firmung.  Dabei war deutlich zu spüren, dass die jungen Menschen sich auf dieses besondere Ereignis gut vorbereitet hatten.

Die Firmvorbereitung dauerte etwa neun Monate und wurde von mehreren Katecheten/Innen begleitet. Verschiedenste Methoden animierten am Firmwochenende und den drei Seminartagen die Firmbewerber dazu, sich mit den Themen: Gemeinde, Jesus Christus, Gottesbilder, Heiliger Geist, Tod und Auferstehung und Sakramente zu beschäftigen um Gott und sich selbst besser kennenzulernen. Ganz praktisch erlebten sie Gemeindearbeit und Gemeindeleben in verschiedenen „Gemeindebausteinen“, die sich die Jugendlichen selbst auswählen konnten. Diese reichten von Küsterdienst über Familienkreuz-weg vorbereiten bis zu Klappern und Teilnahme bei der Bonifatiuswallfahrt und noch vieles mehr. Vor der Firmung hatten die Jugendlichen bei der Nacht der Versöhnung die Möglichkeit zu beichten und in Arbeitskreisen mit Singen, Bibelgespräch und Filmgespräch das Leben neu auf Gott hin auszurichten.

Die Mitgestaltung von Jugendgottesdiensten und Novenen war für viele etwas Neues, doch sie stellten sich der Herausforderung und konnten anschließend auch stolz auf das Ergebnis sein.

Auch der feierliche Firmgottesdienst wurde von Jugendlichen mitgestaltet. Während ein Jugendlicher die Lesung von Mose und dem brennenden Dornbusch vorlas, stellten zwei Jugendliche den Bezug zu unserem Leben dar. Die Botschaft ist: Gott ist da, er will, dass du dich mit deinen Fähigkeiten auf den Weg machst. Trage seinen guten Geist in die Welt, und  du wirst immer Menschen finden, die an deiner Seite stehen und mit dir gehen – wie heute dein Firmpate, deine Firmpatin.

In seiner Predigt zückte Weihbischof Karlheinz Diez sein Handy aus der Hosentasche und verglich die Kurzbotschaften mit der kurzen aber eindeutigen Botschaft Gottes an diesem Tag: „Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist.“ Diese Botschaft hat es in sich, wie die sieben Gaben des Heiligen Geistes aufzeigen. Und wie es auch beim Handy üblich ist, haben die Jugendlichen nun die Möglichkeit zu entscheiden ob sie
          1. die Botschaft löschen wollen oder sie
          2. abspeichern
          3. bearbeiten und
          4. mit anderen teilen wollen.
Die Möglichkeiten 3 und 4 sollten ein Leben lang gelten.

Nach der Predigt erneuerten die Jugendlichen ihr Taufversprechen und wurden anschließend von ihren Paten und Patinnen zur Spendung des Firmsakramentes nach vorne begleitet. Zum Ritus gehört die Salbung und Handauflegung und die Jugendlichen werden ganz persönlich mit Namen angesprochen.  Mit ihrem „Amen“  bekräftigten sie ihren Wunsch, vollmündige Christen und Christinnen der katholischen Kirche zu sein. Ein feierlicher Augenblick, der von Meditationsmusik begleitet wurde.

Der Gottesdienst wurde von der Messdienerband „Jesus Tones“ und dem Organisten Martin Bauer musikalisch begleitet. Pfarrer Prof. Dr. Kasaija bedankte sich bei allen Mitwirkenden und insbesondere bei den Katechetinnen, die die Jugendlichen auf das Sakrament der Firmung vorbereitet hatten.


Die sieben Gaben des Heiligen Geistes – für Jugendliche

Weisheit
Die erste Gabe ist die Weisheit. Sie hilft Dir zu unterscheiden, was für Dich wichtig ist und was nicht, wofür es sich zu kämpfen lohnt und wofür nicht. Wir wünschen Dir, dass Du Dich immer dann an diese Gabe des Heiligen Geistes erinnerst, wenn Du Entscheidungen treffen musst.

Einsicht
Die zweite Gabe ist die Einsicht. Sie hilft Dir, den Durchblick zu behalten und Dir eigene Fehler einzugestehen. Sie weitet den Blick über Dich selbst hinaus zu anderen, macht Dich fähig, Dich in andere hinein zu versetzen. Die Einsicht lässt Dich auch hinter die Fassaden schauen und bewahrt Dich davor, jedem Idol nachzueifern und jeden Trend mitzumachen, nur weil das gerade alle tun.

Rat
Die dritte Gabe ist der Rat. Dieses Geschenk des Heiligen Geistes soll Dich fähig machen, einer Freundin oder einem Freund einen guten Rat zu geben – aber andererseits auch den Rat anderer anzunehmen, wenn Du spürst, dass Du auf eine falsche Fährte geraten bist und es für Dich besser wäre, Dich Deinen Eltern oder Freunden anzuvertrauen.

Erkenntnis
Die vierte Gabe ist die Erkenntnis – das Wissen. Sie warnt davor, Dich immer nur von Deinen Gefühlen treiben und steuern zu lassen. In vielen Lebenssituationen kommt es auf einen klaren Verstand an – auch in Diskussionen. Dazu gehört eine gute Allgemeinbildung. Bildung heißt auch, in der Lage zu sein, Dir ein eigenes Bild zu machen, das nicht gefärbt ist durch Bilder in den Medien. Vertrau Deinem gesunden Menschenverstand, und lass Dich nicht klein reden – auch wenn sich jemand über Deinen Glauben lustig macht.

Stärke
Die fünfte Gabe ist die Stärke. Sie hilft Dir, auch dann nicht den Mut zu verlieren, wenn gerade alles schief läuft. Ob es nun ein Leistungstief in der Schule ist, eine Krise in der Beziehung zu einer Freundin oder einem Freund, Auseinandersetzungen mit anderen: Vertraue darauf, dass der Heilige Geist Dich stark macht, alle Krisen zu bewältigen, Dich nicht unterkriegen zu lassen.

Frömmigkeit
Die sechste Gabe ist die Frömmigkeit. „Was soll denn das?“, wirst du jetzt bestimmt fragen. „Erwartet Gott von mir, dass ich jeden Tag zur Kirche gehe oder den Rosenkranz bete?“ Nein, das erwartet er nicht. Gott möchte mit Dir in Verbindung bleiben. Er bietet Dir, wie ein Navigationsgerät, Begleitung und Führung auch durch unwegsames Lebensgelände an. Er ist ein guter Freund, der Dich nie verlieren möchte. Frömmigkeit bedeutet, den Faden zu Gott nie abreißen zu lassen, immer „online“ für ihn zu sein – auch wenn es zuweilen ein Stand-by-Modus ist.

Gottesfurcht 
Die siebte und letzte Gabe ist die Gottesfurcht. Damit ist nicht gemeint, dass Du Angst vor Gott haben solltest. Gottesfurcht heißt: Ich weiß, dass Gott größer ist als alles andere. Ich weiß, dass er mich über alles liebt. Gott fürchten heißt dann in diesem Zusammenhang „anbeten“ oder „lieben“ oder auch „Gott die Treue halten, fest im Glauben stehen“. Aber auch Demut ist mit Gottesfurcht gemeint. Dieser Begriff ist Dir vielleicht fremd. Damit gemeint ist zum Beispiel, sich selber nicht zu wichtig zu nehmen, nicht auf andere herabzuschauen, sondern jeden Menschen so zu akzeptieren, wie er ist.   Du bist heute mit diesen Gaben des Heiligen Geistes beschenkt und gesegnet worden. Wir wünschen Dir, dass Du Dich in jeder Lebenslage – sei sie auch noch so entmutigend – daran erinnerst und daraus Kraft schöpfst.


Dankgebet

Danke, Gott,
für so viel Begeisterung,
die wir in unserem Leben immer wieder erleben:
zu Hause, in der Schule, wenn wir Zeit mit Freunden und Freundinnen verbringen.
Danke für alle Momente, in denen die Funken überspringen,
in denen Dinge möglich werden,
mit denen wir nie gerechnet hätten
und wir Luftsprünge machen könnten vor Glück. Amen.

Gebet

Komm, Heiliger Geist, und mache aus mir einen Menschen,
der herausfindet aus Halbheit und Trägheit, aus Trott und Sinnlosigkeit.
Komm, Heiliger Geist, und mache aus mir einen Menschen,
der mit seinen Vorurteilen aufhört und jedem Mitmenschen offen begegnet.
Komm, Heiliger Geist, und mache aus mir einen Menschen,
der versucht, gut und froh zu sein und sich für das Wahre entscheidet.


Fotogalerien

Starttag 20.02.2016

Firmwochenende 15.-17.04.2016

Vorstellgottesdienst 23.04.2016


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